Rückschlag bei der Zusatz-Alarmierung
Wie im vorherigen Beitrag beschrieben, soll mein Workflow mit dem Alarm der Leitstelle und der Zusatz-Alarmierung beginnen. Geplant war, Alarmiator dafür einzusetzen, jedoch zeigt das Programm Schwächen.
Probleme mit Alarmiator
Erst nach ein paar Anpassungen konnte die App überhaupt den Server finden, aber eine Alarmierung an die App war dennoch nicht möglich. Jedes Mal, wenn ein Einsatz gestartet werden sollte, kam eine unklare Fehlermeldung. Auch wenn ich nicht ausschließen möchte, dass das Problem vor dem Bildschirm sitzt – gerade wenn man andere Bewertungen liest – habe ich mich wirklich angestrengt, Alarmiator zum Laufen zu kriegen.
Dabei ist die überladene und unübersichtliche Oberfläche nicht gerade hilfreich. Auch wenn Alarmiator ein tolles Projekt ist, sind die Probleme bei der Installation und Konfiguration so gravierend, dass ich es nicht empfehlen kann.
Meine Wünsche an die Entwickler:
- Docker-Container: Dieser sollte überarbeitet werden und nur noch einen Port benötigen. Dies würde die komplizierten und in der Anleitung unvollständigen Einstellungen im Reverse-Proxy unnötig machen.
- Anleitung: Ich würde mir eine Anleitung wünschen, wie man eine einfache Gruppe mit Helfern erstellt und diese über die App alarmiert, ohne dass man direkt Schleifen, Vordrucke, Fahrzeuge und so weiter anlegen muss.
Alternative: Divera 24/7
Als Alternative habe ich mich für den Dienst Divera 24/7 entschieden. Zum einen, weil meine Hilfsorganisation den Dienst schon benutzt, und zum anderen, weil die Basis-Version für kleine Feuerwehren und Organisationen kostenlos ist. Ich möchte jedoch keine Werbung für einen speziellen Dienst machen; andere Dienste sind bestimmt genau so gut.
Nachdem ich ein 30-Tage-Testkonto angelegt hatte, kam schon beim ersten Einloggen der erste Probealarm. Auch Divera bietet eine Vielzahl an Optionen, aber nach einer kurzen Eingewöhnung ist das Anlegen und Alarmieren von Helfern kein Problem mehr. Divera bietet verschiedene Möglichkeiten zur Anbindung an die Leitstelle, aber ich bleibe natürlich bei dem manuellen Alarm.
Der Workflow mit n8n
Sobald man in n8n eine Webhook-Adresse eingerichtet hat, kann man diese bei Divera hinterlegen und schon werden bei einem Alarm alle Einsatzdaten an den ELW gesendet.
Leider gibt es hier eine Einschränkung:
- In diesem Datenpaket fehlen die Rückmeldungen der Helfer, und diese werden auch nicht noch einmal extra versendet.
- Daher müssen wir warten, bis die Helfer Zeit für eine Rückmeldung hatten, und die Einsatzinformation erneut über die api/last-alarm abrufen. Auch dafür können n8n und ein HTTP-Request genutzt werden.
- Da dort nur von Divera erzeugte ID-Nummern stehen, muss man zusätzlich die api/users aufrufen, um den Nummern Namen zuordnen zu können.
Fazit
Natürlich macht Divera nicht alles perfekt. Ich würde beispielsweise gerne die Webhooks genauer einstellen und auch die Rückmeldungen direkt über Webhooks empfangen können.
Ein weiterer Punkt ist die Zuteilung von Helfern auf Fahrzeuge: Dies ist zwar vorgesehen, aber die eingeteilten Helfer werden bei einer Alarmierung des Fahrzeuges nicht alarmiert. Stattdessen muss man für die Fahrzeuge einen Zugang mit E-Mail und Passwort einrichten. Das macht zwar Sinn, wenn ein Fahrzeug ein separates Diensthandy hat, aber nicht, wenn die Helfer ihre eigenen Geräte benutzen.
Doch dank Divera 24/7 bin ich nach dem Rückschlag mit Alarmiator wieder einen Schritt weiter:
- Die Leitstelle löst Alarm über DME und Divera 24/7 aus.
- Divera sendet den Einsatz an n8n.
- n8n zieht nach 2 und 5 Minuten die Einsatzdaten erneut für die Rückmeldungen.
Somit sind alle Daten auf dem ELW und es kann weitergehen.